Offenes Wohnkonzept – nichts für jedermann

Mögen Sie moderne Häuser und Wohnungen? Oder ist es Ihnen lieber, wenn jeder Raum akkurat von assembly-684142_640nächsten mit einer stabilen Wand getrennt ist? Bei der letzteren Bauvariante handelt es sich um den überlieferten Baustil, den unseren Eltern und auch deren Eltern bereits bevorzugt habt. Doch geht der Trend immer mehr zum offenen Wohnkonzept. Viele werden jetzt sagen: „Ach ja, wie im Ferienhaus, richtig?“ Naja, mehr oder weniger.

Grundlagen des offenen Wohnkonzeptes

Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Fehlen diverser Wände und nach Möglichkeit hohe Decken. Man kann es sich also vorstellen wie ein sehr großes Wohnzimmer, das allerdings in unterschiedliche Bereiche aufgeteilt wurde. So könnte in der Nähe der Küche, die ebenfalls in diesen Wohnraum integriert sein kann, die Essecke angesiedelt werden – wegen der kurzen Wege für das warme Essen und den Abwasch.

Allerdings verzichten viele Verfechter des offenen Wohnkonzeptes darauf, auch die Küche in diesen Bereich zu integrieren. Dies hat aber weniger mit der optischen Wirkung zu tun. Vielmehr geht es um die Küchengerüche, die dann ja auch in den Wohnraum gelangen. Ist die Küche nach wie vor abgegrenzt, können diese besser abgeleitet werden. In vielen Wohnungsmodellen ist die Küche zumindest halb abgetrennt. Dadurch verfügt der Küchenbereich über ein eigenes Fenster und einen Tresen oder eine Durchreiche zum Essbereich hin.

Ein weiteres, wichtiges Element für das offene Wohnkonzept ist die Offenheit der Bewohner gegenüber allen Lebenssituationen. Denn auch wenn die eine oder andere Ecke durch Raumteiler „abgetrennt“ ist, sitzt man doch ständig auf dem Präsentierteller. Dies gilt natürlich für alle Bewohner, sodass alle diesen alltäglichen Stressfaktor ertragen können müssen. Schlimmstenfalls gibt es ja noch den einen Rückzugsort in Form des eignen Zimmers.

Achtung Achtung!

Die Einrichtung eines derartigen Wohnraumes ist eine Herausforderung. Denn die Offenheit des Raumes zwingt dazu, dass alle Bereiche optisch aufeinander abgestimmt sind. War es doch in einer Wohnung mit abgegrenzten Räumen möglich, jedem ein eigenes Thema oder eine eigene Farbe zu geben, ist dies jetzt nicht mehr machbar. Nicht nur farblich auch die Möbel wollen zusammen passen müssen. Somit kann nicht einfach mehr alles aus der alten Wohnung übernommen werden. Als vorteilhaft haben sich Möbel erwiesen, die mehrere Funktionen übernehmen können und gleichzeitig leicht an einen anderen Platz im Raum verschoben werden können.

Wer zu den ganz gewieften Verfechtern des Offenen Wohnkonzeptes gehört, wird es sich sicherlich nicht nehmen lassen, auch den Schlafbereich zu integrieren. Dies sollte jedoch nur von Singles oder Paaren gelebt werden. Denn die meisten Eltern werden zustimmen, dass man wenigsten am Abend Ruhe vor seinen Kindern haben möchte, die dann einträchtig im eigenen Zimmer schlafen sollten.

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