Der Trend zum Fertig-Haus

Ist ein Fertighaus eine seelenlose Bretterbude oder der günstigste Weg zum eigenen Heim? Angeblich soll schon Leonardo Da Vinci eine Art Fertighaus erfunden haben, auch die Bauhaus-Bewegung hatte einen Faible für die „Instant-Bauweise“, aber wie sieht es eigentlich aus mit den Vor- und Nachteilen eines Fertighauses?

Schlechtes Image wird abgebaut

wood-skeleton-252178_640Heutzutage sind die meisten Fertighäuser deutlich ansehnlicher und auch durchaus individuell gestaltbarer geworden, als damals, als sie auf den Markt kamen. Die preiswerten Katalog-Immobilien sind mittlerweile zum Teil für weniger als 100 000 Euro zu haben, durchschnittlich sollen Sie preislich aber wohl bei etwa 180 000 Euro rangieren, aber die Grenze nach oben ist – wie immer – offen.

Die kurze Bauzeit ist für viele Interessenten attraktiv, man muss auf ein massiv gebautes Eigenheim wesentlich länger warten. Da auch viele Instant-Immobilien inzwischen in der energiesparenden Version zu haben sind, steigt das Interesse auch bei Energie- und umweltbewussten Kunden.

Was spricht für ein Fertighaus?

    • Individuelle Vorlieben oder Abneigungen spielen natürlich gerade hier eine große Rolle.
    • Individuelle Gestaltung findet hier mehr Platz, da die Bauweise größere Freiheiten als bei Massivbauten bietet.
    • Das Haus als „Hülle“ wird innerhalb kürzester Zeit (wenige Tage) errichtet, der Innenausbau dauert noch mal einige Wochen.
    • Fertighäuser lassen sich auch auf schwierigem Gelände bauen, da sie in der Regel nur eine ebene Fläche für die Bodenplatte benötigen, somit also sogar an extremen Hanglagen möglich.
    • Fertighäuser verfügen über eine gute Wärmedämmung, da Holz zusammen mit Dämmmaterial besser isoliert, als Stein oder Beton, viele Fertighäuser unterschreiten die Vorgaben der Energieeinsparverordnung sogar.
    • Qualitätsstandard, die Fertigung wird überwacht und geprüft und seriöse Hersteller garantieren gleichbleibende Qualität, dafür gibt es auch Gütesiegel.
    • Alles aus einer Hand, ein Kundendienst steht zur Verfügung, der die Besitzer betreut.

Was spricht gegen ein Fertighaus?

 

  • Fertighäuser sind oft bedingt durch das Baumaterial hellhöriger als Massivbauten.
  • Fertighäuser sind also quasi warm, aber laut.
  • Hauptsächlich nach außen sehr gut isoliert, innen haben alle Räume ein ähnliches Raumklima, natürlich auch wegen des beliebten „offenen Wohnens“. Kann man zwar ändern, bedeutet aber Extra-Aufwand.
  • Beim Anbringen von Möbeln, Lampen und Bildern kann es Probleme geben, zwar lassen sich einfache Holzschrauben problemlos einschrauben, für schwere Bilder oder eben Hängeschränke sind Spezialdübel notwendig – besonders schwere Bauteile müssen unter Umständen in der Holzständerkonstruktion verankert werden.

Ein Fertighaus verliert an Wert, die Erfahrung zeigt, dass wer sein Fertighaus nach einigen Jahren verkaufen will oder aufgrund sich wandelnder Lebensumstände muss, hat mit Preisabschlägen zu rechnen.

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